Private Krankenversicherung für Angestellte

Private Krankenversicherung für Angestellte

Private Krankenversicherung für Angestellte: Welche Voraussetzungen gelten und macht ein Wechsel immer Sinn? Bild © iStockphoto.com / Jacob Wackerhausen

Eine private Krankenversicherung bringt einige Vorteile mit sich, verglichen mit den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Unterschiede liegen im wesentlichen im festgelegten Beitrag, der nicht vom Einkommen abhängig ist und im Leistungsspektrum, das deutlich umfangreicher ist, als das der gesetzlichen Krankenversicherung.

Welche Voraussetzungen gelten und für wen macht ein Wechsel Sinn?

Grundsätzlich ist es jedem möglich, eine private Krankenversicherung abzuschließen, sofern die Anforderungen erfüllt sind. Diese Voraussetzungen sind folgende:

  • Brutto-Gehalt muss die aktuelle Versicherungspflichtgrenze überschreiten
  • Einkommensgrenze muss mindestens ein Jahr überschritten worden sein

Berechnungsfaktoren Brutto-Jahresgehalt:

  • monatliche Gehalts- oder Lohnzahlungen
  • regelmäßige Sonderzahlungen (Urlaubs- oder Weihnachtsgeld)
  • Sachzuwendungen
  • VL
  • Überstundenvergütungen, die pauschal abgerechnet werden
  • Einkommen aus Zweitjobs, die versicherungspflichtig sind

Lebenssituation

Ob ein Wechsel in die PKV sinnvoll ist, hängt auch von der Lebenssituation des Antragstellers ab. Es gibt Personenkreise, die durch den Wechsel in die PKV profitieren und solche, die nur Nachteile erfahren würden. Antragsteller, die sehr viele Kinder haben oder deren Partner ohne Arbeit ist, sollten besser nicht wechseln, während Personen in deren Beziehung doppelt verdient wird, die Single sind oder maximal zwei Kinder haben, durch einen Wechsel eher gewinnen.

Besondere Tarife für Studierende

Wenn sich ein Student am Anfang seiner Studienzeit von der Versicherungspflicht befreien lässt, kann er sich unter Inanspruchnahme eines besonderen Tarifes für Studierende privat krankenversichern.

Gesundheitsprüfung ist oft Bedingung

Es ist durchaus üblich, dass die PKV eine Gesundheitsprüfung zur Bedingung macht, um den aktuellen Zustand des Antragstellers zu überprüfen. Die Versicherung kann durch die Risikoprüfung entscheiden, ob ein Antragsteller aufgenommen wird. Werden Vorerkrankungen aufgedeckt, fallen eventuell Risikozuschläge an, durch die sich der Beitrag natürlich erhöht. Drohen sehr hohe Kosten durch die Aufnahme einer Person, die vielleicht sehr schwer oder chronisch erkrankt ist, kann die Versicherung die Aufnahme auch verweigern.

Der Wechsel

Der Versicherungswechsel kann schnell und einfach durchgeführt werden. Es müssen nur die vereinbarten Kündigungsfristen im Falle eines Versicherungswechsels eingehalten werden. Sobald die passende Krankenkasse gefunden ist, wird als der Gesundheitscheck durchgeführt. Die Formulare müssen wahrheitsgemäß ausgefüllt werden. Nach Erhalt des Aufnahmebescheides ist der Wechsel dann vollzogen.